Sonntag, 20. Mai 2012

Ohrnknott, 2257 m

Steile Halbtages-Familienwanderung oberhalb von Partschins

Aussichtsreich ist der Gipfel des Ohrnknott
Wunderschöne Blicke öffnen sich oberhalb der Waldgrenze
Die private Stier-Alm, 1851 m
Das Schindeldach der hübschen Ohrnalm
Wir beginnen unsere Kurzwanderung an der Jausenstation Hochforch (1555 m), dem letzten Hof am Naturnser Sonnenberg. Sie führt uns auf einen aussichtreichen Gipfel unterhalb der mächtigen Zielspitze.
Der Aufstiegsweg ist dabei der selbe wie letztes Jahr >>>>> Bergwanderung Ohrnknott.

Auch heute begleitet uns der Bergfrühling auf den Gipfel: Lärchen und Bergweiden werden grün, Stengelloser Enzian, Behaarte Primel und Frühlings-Küchenschelle strecken ihre Köpfe in den Himmel. Schön wenn auch hier die Natur erwacht.
Am Holzkreuz genießen wir tolle Tiefblicke auf das Burggrafenamt und auf die Kurstadt Meran. Darüber erheben sich Hirzer und Ifinger, nördlich davon präsentieren sich Mutspitze, Spronser Rötelspitze und Tschigat und aus dem Vinschgau grüßen Laaser Spitze, Hasenohr und Naturnser Hochwart.
Nach einem netten Gipfelratscher treten wir voller Eindrücke den Rückweg an.

Höhenunterschied: 700 m
Länge: insg. 6 km
Gesamtgehzeit: 2 1/2 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 04 Schnalstal-Naturns, 1:25.000
Wanderkarte: Tabacco Nr. 011 Meran und Umgebung, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Naturns Dorf - Jausenstation Hochforch am Sonnenberg
Von Meran geht es auf der Staatsstraße nach Naturns. Am ersten Kreisverkehr im Ort biegen wir rechts ab, fahren die Feldgasse entlang bis zum Kriegerdenkmal und nehmen kurz davor die Straße rechts hinauf in Richtung Naturnser Sonnenberg. Nun führt eine schmale Bergstraße am Schloss Hochnaturns und Gasthof Falkenstein vorbei hinauf zum letzten Hof Hochforch (Beschilderung beachten). Hier gibt es begrenzte Parkmöglichkeiten.

Die Ohrnalm, 1947 m
Am Gipfel werden wir bereits erwartet :)
Nun werden auch die Almweiden grün
Blick auf die Kurstadt Meran und die Sarntaler Alpen
Ein steiler Waldweg führt nach oben
Die Felsenprimel blüht

Sonntag, 13. Mai 2012

Kreuzspitze, 2484 m

Schöne Gipfelwanderung im Schnalstal

Die Kreuzspitze mit Blick zum Similaun
Aussichtsreich liegt die Klosteralm über Karthaus
Blick zur Texelgruppe
Am Gipfel der Kreuzspitze liegt noch Schnee
Wir stellen das Auto am Parkplatz oberhalb von Karthaus im Schnalstal ab und folgen der Markierung Nr. 23 teilweise recht steil durch den Wald bergan zur aussichtsreichen Klosteralm (2154 m). Nach einer kurzen Rast in der Sonne geht es über den Steig Nr. 23A empor in ein Hochtal und über Schneefelder den Hang querend hinauf zur Kreuzspitze auf 2484 m. 
Hier am großen Holzkreuz hat man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Berge. Wir genießen den Blick auf Kirchbachspitze, Texelspitze, Roten Spitze und Marzellspitze, bewundern Similaun, Langtauferer Spitze und Weißkugel und erkennen sogar die Dolomiten in der Ferne.
Gerne wären wir von hier über den Steig Nr. 23B in den Sattel westlich der Sardutspitze aufgestiegen und über den Saxalbersee zur Klosteralm zurückgekehrt. Noch liegt aber zu viel Schnee am Nordhang des Berges und wir kehren mit Blick auf die Trumserspitze über den Anstiegsweg zur Klosteralm und dann zum Parkplatz zurück.

Tipp: Sehr empfehlenswert ist es die Route im Sommer über den wunderschönen Saxalbsee (auch Saxalbersee) auszudehnen. Man folgt dafür der Markierung Nr. 23 B vom Gipfel kurz über den Grat weiter, steigt in eine Hochebene ab und schließlich wieder auf in einen Sattel. Von hier geht es hinunter zum Bergsee und über die Scharte zurück zur Klosteralm.

Höhenunterschied: 1000 m (von Karthaus 1200 m, mit Runde über Saxalbsee 1400 m)
Gesamtgehzeit: 3 bis 3 1/2 Stunden (mir Runde über Saxalbsee 6 Stunden)
Wanderkarte: Tabacco Nr. 042 Ultental, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Naturns - Karthaus im Schnalstal 
Vor dem großen Parkplatz in Karthaus rechts die Straße hinauf, an den letzten Häusern vorbei und etwa 1 km weiter bis zur Wegschranke im Wald. Hier kann man das Auto abstellen.

Neben der Pelzanemone strecken auch die Alpenrosen ihre Blüten in den Himmel
Kurz unterhalb des Gipfels
Rasch schmilzt der Schnee in der warmen Sonne
Brunnen unterhalb der Klosteralm
Noch liegt reichlich Schnee am Nordhang der Sardutspitze
Aussichtsreicher Rückweg zur Alm

 Anhang: Ein Bild des Saxalbsees. Gerne bin ich in meinen Jugendjahren hier gewesen.

Schön ist es den Saxalbsee (auch Saxalbersee) als Rundwanderung mitzunehmen

Samstag, 12. Mai 2012

Kleiner Kornigl, 2311 m und Spitzner Kornigl, 2418 m

Clozalm - Korniglspitzen - Castrinalm: Schöne Rundwanderung am Deutschnonsberg

Der Kleine Kornigl, 2311 m
Frühlings-Küchenschellen säumen den Weg
Spitzner Kornigl mit Blick auf die Ultner Hochwart und die Ortlergruppe
Noch sind die Almweiden braun
Proveis, darüber die Brentagruppe

Am Morgen wird umdisponiert.. Eigentlich wollten wir ins Passeiertal - die dunkle Wolkendecke über dem Tal allerdings lässt uns nach Südwesten fahren: ins Ultental. Dort beherrscht nämlich noch die Sonne den Himmel.
Wir parken also vor dem letzten Tunnel in Proveis und wandern über den Forstweg (Nr. 8) zur Clozalm (1732 m). Hier blüht der Stengellose Enzian in voller Pracht - dunkelblau leuchtet er aus der sonst noch braunen Almwiese.
Über die Markierung Nr. 7 geht es hinauf zur Oberen Alm (auch Weissalbl, 1894 m) und nach einer kurzen Überlegungspause steigen wir geradewegs über den steilen Südhang zum Kleinen Kornigl (2311 m) empor. (Alternativ kann man den Weg Nr. 7, von der Alm fortsetzen und über die Scharte zwischen Kleinen Kornigl und Spitzner Kornigl aufsteigen.)
Hier am Gipfelkreuz genießen wir die wunderbaren Lichtspiele am Himmel. Grautöne der verschiedensten Art raufen sich mit dem Blau des Vormittags und geben den Bergen der Umgebung fantastische Farben: Mandelspitze, Ilmenspitze, Ultner Hochwart und Schöngrubspitze - jede ist Teil des Naturschauspiels.
Wir setzen unsere Wanderung im Blütenmeer der Frühlings-Küchenschellen über den Grat der Kleinen Korniglspitze fort, erreichen zuerst die namenlose Scharte und steigen schließlich empor zum Spitzner Kornigl auf 2418 m.
Nach einer aussichtsreichen Rast geht es weglos über den Ostgrat des Spitzner Kornigls hinunter in Richtung Gampenalm. Auf der Höhe der Schönbodenspitze bei zwei kleinen Lacken drehen wir nach rechts, wandern an einer kleinen Hütte vorbei und gelangen hinunter auf den Steig Nr. 24. Dieser führt uns durch das Kalchtal bis zur Castrin Alm (auch Aler Alm, 1813 m) und über das Hofmahdjoch (auch Passo di Castrin, 1805 m) zu einer nächsten Weggabelung. Hier folgen wir der Markierung Nr. 8 hinunter zum Parkplatz und beenden eine beeindruckende Wanderung am Deutschnonsberg.

Höhenunterschied: 800 m
Gesamtgehzeit: 4 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 042 Ultental, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Lana - St. Pankraz - Abzweigung Proveis/Laurein - Parkplatz beim letzten Tunnel
Von Lana geht es ins Ultental bis St. Pankraz, weiter zur Abzweigung Proveis/Laurein und die Straße entlang bis zum letzten Tunnel (ca. 26 km nach der Abzweigung). Kurz vorher und unmittelbar danach befinden sich auf der linken Seite zwei Parkplätze.

Aufstieg über den Südhang des Kleinen Kornigl, dahinter die Schöngrubspitze
Stengelloser Enzian im Morgentau
Blick zu den Dolomiten
Felsenprimel
Unschwierig geht es über den Grat des Kleinen Kornigl zur namenlosen Scharte
Die zwei kleinen Lacken am Abstiegsweg
Abstieg über den Ostgrat des Spitzner Kornigls mit Blick durch das Ultental
Über die Wiesen der Castrin Alm erreichen wir das Hofmahdjoch

Freitag, 11. Mai 2012

Vigil Joch, 1796 m

Einfache Wanderung von Aschbach aufs Vigil Joch

St. Vigilius-Kapelle auf dem Vigil Joch

Von Aschbach (1340 m) geht es einen Waldsteig (Markierung Nr. 28) mäßig steil bergan zum Vigil Joch (1796 m) und der kleinen Vigiliuskapelle. Nach einer kurzen Rast inmitten der blühenden Bergwiesen und einem Blick bis zu den Dolomiten wandern wir auf dem selben Weg wieder nach Aschbach zurück.

Höhenunterschied: 440 m
Länge: insg. 5,3 km
Gesamtgehzeit: 1 1/2 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 011 Meran und Umgebung, 1:25.000 

Anfahrt: Meran - Töll - Aschbach
Von Meran geht es nach Töll, an der Kreuzung links und auf guter Bergstraße hinauf nach Aschbach. Nahe der Bergstation der Seilbahn gibt es einige wenige Parkmöglichkeiten.
Ausgangs- und Ankunftsort ist das kleine Bergdorf Aschbach, dahinter die Texelgruppe
Der Blick reicht über den Mendelkamm zu den Dolomiten

Dienstag, 8. Mai 2012

Von Aschbach nach Birchberg

Kurze Wanderung von Bergweiler zu Bergweiler

Der Pichlhof in Birchberg
Schwefelanemonen (Schwefelküchenschelle) blühen
Das Kirchlein Maria Schnee in Aschbach
Im kleinen Bergdorf Aschbach (1360 m) beginnt unsere Abendwanderung. Wir folgen der Markierung Nr. 16 durch die blühenden Hofwiesen, gelangen in den Wald hinein und erreichen den Feichterhof in Birchberg. Hier erwartet uns ein toller Blick auf den Untervinschgau, auf die Zielspitze und auf den Tschigat
Nun geht es hinunter zum Pichlhof, ein kurzes Stück über die geteerte Bergstraße in Richtung Plaus und bald rechts über den Waldweg Nr. 17 wieder hinüber nach Aschbach.
Die Bergwiesen sind voll mit Enzian, Schwefelanemonen, Himmelschlüssel und Vergissmeinnicht. Ein wunderbarer Duft begleitet uns hinauf zum Kirchlein Maria Schnee und von dort zum Auto.

Höhenunterschied: 350 m
Länge: insg. 7 km
Gesamtgehzeit: 2 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 011 Meran und Umgebung, 1:25.000 

Anfahrt: Meran - Töll - Aschbach
Von Meran geht es nach Töll, an der Kreuzung links und auf guter Bergstraße hinauf nach Aschbach. Nahe der Bergstation der Seilbahn gibt es einige wenige Parkmöglichkeiten.

Waldrebe in Vollblüte
Blick auf den Untervinschgau
Der Feichterhof
Die Bergwiesen sind übersäht mit Enzian
Ein schmaler Pfad führt von Bergweiler zu Bergweiler
Blick über den Pichlhof nach Rabland und Partschins, darüber der Tschigat

Sonntag, 6. Mai 2012

Wormisionssteig und Untere Tschenglser Alm, 1582 m

Urige Waldwege und ein hübsches Kirchlein, Weißes Gold und eine kleine Almhütte -
Rundwanderung am Laaser Nörderberg


St. Martin oberhalb von Laas
Das kleine Marmordorf Laas
Ein Marmorblock wartet auf den Abtransport am Bremsberg
Der urige Wormisionssteig führt von Kaltboden zur Tschenglser Alm
Ausgangspunkt unserer heutigen Rundwanderung ist das kleine Marmordorf Laas im Vinschgau (869 m). Wir folgen der Markierung Nr. 5 über einen asfaltierten Feldweg hinauf zum Laaser Bach, halten uns rechts und wandern den breiten Waldweg steil empor zum hübschen Kirchlein St. Martin (1053 m). Nach einer kleinen Rast mit wunderbarem Blick hinüber nach Tarnell und hinunter auf die Wallfahrtskirche Maria Lourdes an der Ortseinfahrt geht es weiter bergan. Bald zweigt rechts ein Steig in Richtung "Bremsberg" ab (Nr. 5A), dieser bringt uns hinauf zur Bergstation (1332 m) der Laaser Schrägbahn. Mit einem Höhenunterschied von 500 Metern transportiert sie heute noch die Marmorblöcke ins Tal - der Bremsberg selbst zählt zu den längsten in Europa.
Wir wandern am Maschinenhaus vorbei, empor zum Parkplatz Kaltboden (1521 m) und folgen dem Wormisionssteig (zuerst Markierung Nr. 14, dann Nr. 5) durch den Wald zur hübschen Unteren Tschenglser Alm (1582 m). Immer wieder erhaschen wir wunderbare Blicke auf Zerminiger, Allitzspitze, Kreuzjoch und Tschengeler Hochwand.
Nach einer kurzen Rast geht es über den Steig Nr. 2 am rauschenden Tschenglser Bach entlang hinunter nach Kohlstattl, über den urigen Fischerwaal hinüber zum Türk-Hof (1581 m) und schließlich bergab nach Tschengls (974 m). Von hier folgen wir der Beschilderung Parnetz/Laas, steigen mit schönen Tiefblicken wieder zum kleinen Weiler Parnetz (1147 m) auf und erreichen über den Parnetzer Weg (Nr. 14) das Loch, die Talstation des Bremsberges. Über einen asfaltierten Feldweg kehren wir nach Laas zurück.

Anmerkung: Das Kirchlein St. Martin wurde im Jahre 1323 erstmals erwähnt - aller Wahrscheinlichkeit nach ist es aber älter. Funde von Tonscherben, römischem Glas und vorgeschichtlichen Bauresten weisen auf eine ehemalige Kult- und Siedlungsstätte hin.

Tipp:  Faszinierend ist auch die kurze Wanderung zum Weißwasserbruch.

Höhenunterschied: 1200 m
Länge: insg. 18 km
Gesamtgehzeit: 6 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 044 Vinschgau-Sesvenna, 1:25.000 

Anfahrt: Meran - Naturns - Schlanders - Laas
Von der Staatsstraße geht es rechts ab, ins Dorfzentrum hinein. Am Dorfplatz geht es scharf nach links und kurz vor der Etschbrücke nach rechts - hier ist ein Parkplatz.

Ruine Tschenglsberg
Der moosbewachsene Fischerwaal
Die Untere Tschenglser Alm, 1582 m
Waldweg von St. Martin zum Bremsberg
Der Türk-Hof oberhalb von Tschengls
Der Sauerdorn blüht
Schöne Tiefblicke auf die Prader Sand und den Obervinschgau
Baumbart haftet an den Lärchen
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